Umsatzsteuer in der Gastronomie — Abrechnung und Besonderheiten
Unterschiede zwischen Essen vor Ort und zum Mitnehmen, Steuersätze für verschiedene Leistungen und praktische Beispiele.
Mehr erfahrenErfahre, wie du Wareneingang, Verschwendung und Portionierung verfolgst, um deine Lebensmittelkosten um bis zu 20 Prozent zu senken.
In der Gastronomie sind Lebensmittelkosten oft die größte Kostenstelle nach dem Personal. Viele Restaurantbesitzer und Köche verlieren täglich Geld durch ineffiziente Lagerverwaltung, mangelnde Kontrolle und versteckte Verschwendung.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Systemen und Prozessen lassen sich diese Kosten deutlich reduzieren. Nicht durch minderwertige Zutaten, sondern durch intelligente Planung, präzise Messungen und konsequente Kontrolle.
Restaurants, die ihre Lebensmittelkosten wirklich im Griff haben, berichten von 15-20 Prozent Einsparungen. Das bedeutet bei einem durchschnittlichen Restaurant mehrere tausend Euro zusätzlicher Gewinn pro Monat.
Zusammen: 11-20% unnötige Kosten — die du kontrollieren kannst.
Alles beginnt damit, dass du genau weißt, was dein Restaurant erhält. Eine strukturierte Wareneingangskontrolle ist die Grundlage für jede erfolgreiche Kostenkontrolle.
Du solltest folgende Punkte überprüfen: Stimmen Menge und Qualität mit deiner Bestellung überein? Sind die Lieferdaten aktuell? Gibt es Beschädigungen oder Verderb? Ein einfaches Kontrollformular, das du täglich nutzt, spart dir später viel Zeit und Geld.
Viele Restaurants nutzen dafür ein digitales System oder sogar nur eine Checkliste im Notizbuch — wichtig ist die Konsistenz, nicht die Technologie.
FIFO steht für „First In, First Out” — und es’s das Geheimnis von Restaurants, die wenig verderben. Die zuerst eingelagerten Lebensmittel werden zuerst verarbeitet. Das minimiert Verderb erheblich.
Dein Lager sollte klar organisiert sein. Beschriften mit Einlagungsdatum, deutliche Kennzeichnung nach Produkttyp, und regelmäßige Kontrollen (mindestens wöchentlich). Ein gut organisiertes Lager spart Zeit beim Kochen und reduziert Fehler.
Die meisten Restaurants führen wöchentliche oder sogar tägliche Inventuren durch. Das klingt aufwändig, aber es dauert bei korrekter Organisation nur 20-30 Minuten pro Tag.
Pro-Tipp: Lagern Sie verderbliche Waren nicht in großen Behältern. Kleinere Portionen ermöglichen schnellere Kontrolle und reduzieren Verderb um bis zu 40%.
Eine der größten versteckten Kostenquellen ist die Portionsvarianz. Wenn ein Koch 150 Gramm Fisch verwendet und ein anderer 180 Gramm, entstehen schnell Unterschiede von 20-30% bei den Kosten pro Gericht.
Erfolgreiche Restaurants arbeiten mit standardisierten Rezeptvorgaben. Das sind dokumentierte Rezepte mit exakten Mengenangaben in Gramm, nicht „nach Gefühl”. Dies’s nicht nur günstiger, sondern auch für die Qualität und Konsistenz der Gerichte entscheidend.
Digitale Küchenwaagen an jedem Arbeitsplatz sind eine lohnende Investition. Sie kosten 15-30 Euro und zahlen sich durch die Einsparungen in wenigen Wochen aus.
Du brauchst ein System, um deine Lebensmittelkosten kontinuierlich zu überwachen. Die wichtigste Kennzahl ist die Lebensmittelkostenquote: (Lebensmittelkosten Umsatz) 100.
Die meisten Restaurants sollten eine Quote zwischen 25-35% anstreben. Wenn deine Quote bei 40% liegt, verschwindest du Geld. Wenn sie unter 20% liegt, überprüfe die Qualität deiner Zutaten — möglicherweise sparst du am falschen Ende.
Kontrolliere diese Quote wöchentlich, nicht nur monatlich. So erkennst du Trends früh und kannst reagieren, bevor das Problem wirklich teuer wird. Manche Restaurants nutzen Excel, andere spezialisierte Restaurant-Software — beides funktioniert, wenn du es konsequent machst.
Beispiel: Lebensmittelkosten dieser Woche: 2.500 | Umsatz: 8.000 | Quote: 31,25%
Lebensmittelkosten zu kontrollieren ist kein Hexenwerk — es erfordert nur Struktur, Konsistenz und die richtigen Prozesse. Hier’s dein Aktionsplan für die nächsten vier Wochen:
Einführung einer Wareneingangskontrolle. Erstelle ein einfaches Kontrollformular und nutze es bei jeder Lieferung.
Lagerverwaltung optimieren. Organisiere dein Lager nach dem FIFO-Prinzip und beschriften alle Behälter mit Datum.
Standardrezepte dokumentieren. Arbeite mit deinem Küchenteam zusammen, um alle Rezepte mit genauen Mengenangaben zu notieren.
Kennzahlen-System einrichten. Berechne deine erste wöchentliche Lebensmittelkostenquote und vergleiche sie mit den Vorwochen.
Mit diesen vier Schritten hast du bereits die Grundlagen für eine effektive Kostenkontrolle geschaffen. Die nächste Stufe ist Optimierung — aber erst wenn diese Prozesse wirklich laufen.
„Wenn du deine Lebensmittelkosten nicht kennst, kennst du dein Geschäft nicht. Die Kontrolle beginnt mit Wissen — und Wissen beginnt mit Messung.”
— Branchenerfahrung aus der Gastronomie
Dieser Artikel bietet informative Richtlinien und Tipps zur Verwaltung von Lebensmittelkosten in der Gastronomie. Die beschriebenen Methoden basieren auf bewährten Praktiken der Branche. Die tatsächlichen Ergebnisse können je nach Restaurant, Standort, Marktsituation und individuellen Umständen variieren.
Für spezifische Fragen zu deiner Situation oder rechtliche Fragen zur Buchhaltung und Steuern empfehlen wir, einen Steuerberater oder Buchhalter zu konsultieren, der sich auf die Gastronomie spezialisiert hat.